Unsere Vision

Gemeinsam haben wir eine Vision entwickelt, welche uns antreibt und der Kern von allem ist, was wir mit Martha erreichen möchten.

A

Ich lebe gerne hier, selbstverantwortlich und wohlwollend gegenüber der Gemeinschaft entfalte ich meine Persönlichkeit.

  1. Konflikte sind normale Bestandteile menschlichen Miteinanders und helfen uns zu wachsen. Wir klären sie offen und mit Wertschätzung gegenüber den Konfliktpartner:innen und holen uns gegebenenfalls Hilfe.
  2. Wir verbessern die Qualität unserer Kommunikation, indem wir offen und respektvoll miteinander umgehen.
  3. Wir achten und fördern die Mitwirkung Aller in der Gemeinschaft
  4. Wir teilen unser Wissen als Quelle neuer Ideen

B

Unser Vertrauen in die Gemeinschaft lässt Freude und Leichtigkeit wachsen.

  1. Wir wertschätzen die Kompetenz der Kinder und lernen von ihrer Offenheit und Ehrlichkeit.
  2. Wir erweitern die Gelegenheiten für regelmäßige Feste und führen neue Rituale ein.
  3. In einer Atmosphäre von Glück fühlen wir uns wohl und zuhause.

C

Wir sind ein Abbild dieser vielfältigen Gesellschaft und erarbeiten Möglichkeiten für ein gutes Miteinander, das Beispiel sein kann.

  1. Wir schaffen Begegnungsorte innerhalb und außerhalb Marthas.
  2. Das MarthaCafé ist für uns und unsere Umgebung wichtig, wir fördern und erhalten es.
  3. Wir gestalten, pflegen und erhalten unser Wohnumfeld als wertvolles Gut, das uns Schutz, Geborgenheit und Wohlbefinden schenkt.
  4. Wir interessieren uns für unsere Zukunft und schützen unsere Erde.
  5. „Jung und Alt“ und unterschiedliche Kulturen können sich gegenseitig bereichern
  6. Wir befürworten die Wohngruppen als wichtiges Element unserer Gemeinschaft.

Entstehung und Grundgedanke

Unser Wohnprojekt in der Marthastraße entstand aus dem Wunsch, Wohnen gemeinschaftlicher und verbindlicher zu gestalten. Viele von uns wollten der Anonymität des Alltags etwas entgegensetzen und bewusst generationenübergreifend zusammenleben.

Die Idee

Eine umfangreiche Sozialrecherche durch den Vorstand im WIN e.V führte im Jahr 2005 zu der Idee, verschiedene Menschen und Generationen zusammenzubringen. Der Verein beschloss daraufhin, sich wieder stärker sozial zu engagieren und mit der sozialen Neuorientierung in der Stadtgesellschaft verstärkt aktiv zu werden. Nach der Entscheidung „neue Wohnformen als solidarisches und generationenübergreifendes Zusammenleben“ zu entwickeln, wurde ein Konzept zum Aufbau eines Modellprojekts erstellt und der Verein Nürnberger Nothilfe e.V. in den „Wohnen und INtegration im Quartier e.V. (WIN e.V.)“ umbenannt.

Seit der Projektidee 2008 war klar: Wer hier wohnt, übernimmt Verantwortung – in der Planung ebenso wie im späteren Zusammenleben. Gruppen fanden sich zusammen, entwickelten gemeinsame Ziele und entschieden in Workshops über zentrale Fragen wie Standort, Gemeinschaftsräume, Café und Selbstverwaltung.

Die Umsetzung

Im Jahr 2010 konnte unter Beteiligung von zukünftigen Mietern ein geeignetes Grundstück in Mögeldorf gefunden und zu einem Wohn- und Lebensort konzeptionell entworfen werden. Das neue Haus in der Marthastraße entstand ab September 2012 unter Einbeziehung der Wohn-Interessierten sowie dem WIN-Vorstand und so konnten im Herbst 2013 bereits die ersten Bewohner einziehen. Die Finanzierung und das Raumprogramm wurde unter der Projektleitung von Jochen Kapelle zusammen mit den Vorstandskollegen Armin Hillebrand und Renate Backhaus sowie der Architektin Monika Krannich-Pöhler umgesetzt.

Seit 2013 wächst unser Haus als lebendiges Projekt. Der Grundgedanke bleibt: Gemeinschaft entsteht nicht von selbst – wir gestalten sie aktiv.

Renate Backhaus und Armin Hillebrand, WIN e.V.

Wir würdigen die besonderen Verdienste von Jochen Kapelle

Als Vorstandsmitglied des WIN e.V. und späterer Geschäftsführer der WIN GmbH stellte er 2008 die Idee eines gemeinschaftlichen Mehrgenerationenhauses in Nürnberg vor – verbunden mit klaren Bedingungen: Vielfalt, Mitverantwortung und aktives Mitgestalten sollten von Anfang an tragende Prinzipien sein.

Viele zentrale Anliegen – von der Hausgestaltung bis zur Selbstverwaltung – entstanden im Dialog mit ihm. Er hörte zu, war offen für neue Entwürfe und begleitete das Projekt engagiert und verlässlich.

Für uns war er mehr als Vermieter. Er war Förderer, Ermöglicher und Gesprächspartner auf Augenhöhe. Sein Herzenswunsch war ein solidarisches Mehrgenerationenhaus – und er hat mit entscheidend dazu beigetragen, diesen Wunsch gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen.

Er dankte uns mit einem gepflanzten Apfelbaum im Garten — Wir gedenken ihm mit der Bank, die wir davor gestellt haben.


Unser Vermieter

Mehr erfahren:
https://win-nuernberg.de/